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Michael Bürsch informiert sich über das Pojekt "Mehrgenerationenhaus"

Für Menschen verschiedenen Lebensalters bietet ein Mehrgenerationenhaus Raum, sich ungezwungen zu begegnen und gegenseitig von den jeweiligen Kompetenzen der Anderen zu profitieren. Es ist ein offener Ort, an dem gegenseitiger Austausch von Jung und Alt und Unterstützung von Familien neu gelebt wird. Es vernetzt Nachbarschaftshilfe und soziale Dienstleistungen in der Region und wird so zu einer lokalen Drehscheibe - auch für haushaltsnahe Dienstleistungen.

Der Bund fördert 439 Mehrgenerationenhäuser – eines in jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt. Das sind 439 verlässliche Anlaufstellen, in denen sich Menschen jedes Lebensalters begegnen. 439 Orte, an denen ältere Menschen wieder eine Aufgabe finden können, an denen sie gebraucht und gefordert werden. 439 Orte, die helfen, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren, Kinder früh zu fördern und Menschen für den Einstieg oder den Wiedereinstieg in den Beruf zu qualifizieren.

Die Stadt Plön hat sich im Rahmen des Aktionsprogramms "Mehrgenerationenhaus" um die Förderung eines Mergenerationenhauses beworben und inzwischen einen Zusage vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erhalten. Michael Bürsch besucht das Alten E-Werk um sich über die Konzeption und Realisierung zu informiert.

hat am 21. März 2007 im nachfolgenden Artikel über diesen Besuch berichtet:

Altes E-Werk wird Mehrgenerationenhaus

"Bundesweites Vorbild für Pilotprojekt"

Plön (ed). Lichtdurchflutet, großzügig geschnitten, mit viel Platz für jung und alt wird das Alte E-Werk von 18 Vereinen und Institutionen genutzt und ist eigentlich schon seit Jahren ein Mehrgenerationenhaus. Denn Mehrgenerationenhäuser sind offen für Familien, Frauen, Kinder, Männer, Jung und Alt, Migranten, Hilfe- und Ratsuchende. Sie sind ein Ort der Begegnung, der Erfahrung und Beratung und noch vieles mehr.

"Die Voraussetzungen erfüllen wir alle schon lang mit dem Sozialen Dienstleistungszentrum, wie es ja noch heißt", freut sich der Plöner Bürgermeister Jens Paustian. Seit kurzem aber darf es sich mit dem Titel offiziell schmücken, denn das Bundesministerium für Familie hat den Zuschlag zur Förderung erteilt.

"Die Bewerbung war ein ziemlich langer Weg, 900 Häuser hatten sich bundesweit beworben - und in der ersten Instanz haben wir den Zuschlag auch gar nicht bekommen", erzählt Jens Paustian. "Aber dann hat sich unser Bundestagsabgeordneter Dr. Michael Bürsch für uns eingesetzt und wir haben den Zuschlag in zweiter Instanz bekommen."

Elke Springer, Karin Wandelt, Jens Paustian, Isolde Fischer, Dr. Michael Bürsch und Hans-Jürgen Kreuzburg freuen sich über die Zukunft des Alten E-Werks. Foto: Dörrhöfer

Die Bedeutung der Mehrgenerationenhäuser wird immer größer. "Mehrgenerationenhäuser sind in unserer Zeit, in der es keine Großfamilien mehr gibt, ganz besonders wichtig. Es wird immer bedeutsamer, dass Alt und Jung irgendwo zusammen kommen können, denn alte Menschen blühen auf mit kleinen Kindern." Und den Kindern und ihren Familien wird das auch zugute kommen, denn "wieso sollten die alten Leute nicht ab und zu ein paar Stunden Kinder betreuen, wenn sie dazu in der Lage sind?" führt der Plöner Bürgermeister aus. "Man fühlt sich doch besser, wenn man gebraucht wird."

Der Bundestagsabgeordnete Dr. Michael Bürsch ist sichtlich beeindruckt von den Voraussetzungen, die das Alte E-Werk mitbringt. "Wir können mit diesem Mehrgenerationenhaus hier in Plön Vorbild für das bundesweite Pilotprojekt sein", erklärt Dr. Bürsch. Auch das weitere Umfeld des Alten E-Werk ist ideal, das Betreute Wohnen, der Freie Kindergarten, das Jugendzentrum und die Kreisvolkshochschule liegen in unmittelbarer Nähe.

Noch ist alles in Planung, denn der Zuwendungsbescheid über die Förderung liegt noch nicht vor, aber die Zeit wird gut genutzt, berichten Elke Springer, die Jugendpflegerin der Stadt und Isolde Fischer, die hauptamtliche Leiterin des Sozialen Dienstleistungszentrums. "Wir haben für das Mehrgenerationenhaus Steuergruppe aus der Stadt Plön, der Familienbildungsstätte, der AWO und dem DRK Ortsverband Plön gebildet, die Ideen entwickeln und Projekte koordiniert. Ein paar Voraussetzungen müssen wir noch erfüllen, aber die sind alle schon in Arbeit", freut sich Elke Springer. "Alle stehen in den Startlöchern und freuen sich, dass es endlich losgeht."

Ende April soll das Plöner Mehrgenerationenhaus seine Pforten öffnen - ein das erste Projekt wird die "Fitte Birne für jung und alt" - Gedächtnistraining für alle von acht bis 108. Außerdem wird die AWO Vorlesestunden anbieten, bei denen die Bewohner des Betreuten Wohnens Kindern vorlesen. Passenderweise wird dann auch das Cafe geöffnet sein - für dessen Einrichtung und Führung konnte die Inhaberin des Cafe am Lübschen Tor, Heike Estandre gewonnen werden. Das Cafe wird zunächst montags bis freitags von neun bis 14 Uhr belegte Brötchen, Kuchen und Suppen zu moderaten Preisen anbieten. Dann kann auch der Gesprächskreis der Familienbildungsstätte hier in gemütlicher Atmosphäre stattfinden.

Alle Vereine und Institutionen, die bereits das Alte E-Werk nutzen, sollen an der Gestaltung des Mehrgenerationenhauses mitwirken, da sieht Hans-Jürgen Kreuzburg aber keine Probleme. Er nutze das Haus selbst mit dem Plöner Sozialverband - "ich erlebe immer wieder, wie stark der Zusammenhalt und die Kooperationsbereitschaft aller Nutzer ist." Diesen Zusammenhalt gilt es jetzt nach außen zu tragen und nach und nach immer mehr Beteiligte "ins Boot zu holen", Kirchen, Kindertagesstätten, Seniorenheime und so fort, berichtet Elke Springer. "Wir fangen klein an, wollen aber weite Kreise ziehen."

Wer Lust hat, sich an dem Projekt Altes E-Werk zu beteiligen, ist herzlich willkommen und melde sich gerne bei der Stadt Plön, Elke Springer unter 04522-50520 oder Isolde Fischer unter 04522-50930. "Wir bekommen für unser Mehrgenerationenhaus 40.000 Euro Förderung pro Jahr über fünf Jahre", freut sich der Bürgermeister. "Da sind unsere Steuergelder richtig gut und zukunftsweisend angelegt."